Moskoviada
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Die Tage des jungen ukrainischen Dichters Otto von F., eines Studenten des Literaturinstituts in Moskau, sind von endlosen Trinkgelagen mit Freunden und ungezügelten sexuellen Abenteuern erfüllt. Bis ihn eines Samstags das übliche „Ziegenführen“ in die Unterwelt der Moskauer Metro führt, wo er Zeuge eines schrecklichen Symposiums berühmter Toter wird. Von nun an muss Otto von F. nicht nur sein eigenes Leben vor dem KGB retten, sondern auch seine Fahrkarte für den Zug, mit dem er in seine Heimatstadt Kyjiw gelangen soll.
„Moskoviada“ – einer der wegweisenden Romane des bekannten ukrainischen Schriftstellers Juri Andruchowytsch – ist reich an grotesken und surrealistischen Momenten ebenso wie an zeitgenössischen Realien, die den Zerfall des kommunistischen Imperiums begleiteten. Der vor über dreißig Jahren, 1992, geschriebene Roman fasziniert bis heute durch seinen brillanten Stil und seine karnevaleske Atmosphäre und wirkt zudem gerade jetzt, während des umfassenden Angriffs Russlands auf die Ukraine – und des endgültigen Zerfalls des Imperiums, dessen Zeugen wir werden –, außerordentlich aktuell.



















